Wie hat sich der Reflux auf Ihr Leben ausgewirkt?

Also ich bin 32 Jahre alt, bin von Beruf LKW-Fahrer. Habe viele Jahre an Sodbrennen gelitten, auch weil ich starkes Übergewicht hatte. Da habe ich dann den Schlauchmagen bekommen, habe mein Gewicht reduziert. Anfangs war das Sodbrennen sehr gut, war sehr weg. Dann kam es schleichend immer wieder, wurde immer stärker. Dementsprechend habe ich die Dosierung der PPIs immer anziehen müssen, von 40 auf 80 auf 120 auf zwischenzeitlich 160. Hatte dann eine sehr, sehr starke Speiseröhrenentzündung, Verdacht auf Barrett-Ösophagus und dann musste ich da natürlich was tun. Hat mich in meinem Leben sehr eingeschränkt. Konnte nicht alles essen, nicht alles trinken, nicht richtig schlafen, nicht richtig sitzen. Man hat also nie die richtige Position gefunden, wo man mal einen ganzen Tag reibungslos verbringen konnte.

Warum haben Sie sich für die EndoStim-Methode entschieden?

Also irgendwann kam dann der Punkt, wo ich für mich sag, jetzt müssen wir etwas machen. Das war für mich dann eigentlich auch schon sehr unerträglich. Ich habe dann wieder Kontakt mit meinem Arzt aufgenommen. Wir haben uns dann einen Termin für eine Magenspiegelung gemacht, haben die dann durchgeführt. Zwischenzeitlich schlau gemacht, aufgrund meines Schlauchmagens sind nicht alle gängigen Operationen möglich. Da wäre dann nur der Magen-Bypass infrage gekommen, den ich aber eigentlich nicht wollte. Und nach der Magenspiegelung nach Besprechen des Befundes sagte mir mein Arzt, dass er an einer neuen Technologie quasi dran ist und ich parallel eigentlich schon gegoogelt hatte. Dann hat er mir das System erklärt und dann kamen wir dann gleichzeitig drauf, dass es das System wird.

„Warum passt die neue Behandlungsmethode EndoStim zu Ihnen?“

Ich habe mich über die anderen Behandlungsmöglichkeiten schlau gemacht, über die gängigsten zumindestens. Gerade für mich wäre eigentlich der Magen-Bypass sonst infrage gekommen, der aber auch mit einigen Einschränkungen verbunden ist, das ich nicht wollte. Das LINX wollte ich auch nicht. Viele schwören da drauf, viele positive, viele negative Sachen. Das wollte ich aber eigentlich nicht haben. Fundoplikatio technisch bei mir nicht machbar gewesen, also musste es etwas sein, wo ich aber auch wollte, dass man das jederzeit verändern kann. Dadurch kam ich dann auf EndoStim, einmal weil es etwas Technisches ist, das fand ich sehr interessant, und dass man das halt sehr individualisieren kann.

Da es sich da ja um einen Muskel, also um einen Schließmuskel handelt, und das Ganze mit Strom stimuliert wird und dadurch der Muskel gefestigt wird, was man ja eigentlich auch im Sportbereich kennt, war es für mich also irgendwo plausibel, dass es funktionieren muss. Dann das Individuelle, wie stark – man kann es ja einstellen – wie stark bzw. wie schwach es stimuliert. In welcher Art und Weise, da gibt es zwei verschiedene Arten wie es stimuliert. Das Intervall war für mich sehr wichtig und zu welchen Uhrzeiten. Und danach kann man das, je nachdem wie man auch arbeitet und wie stark die Beschwerden sind oder wie man drauf anspricht, kann man das ja drahtlos von jemandem von EndoStim einfach einstellen lassen.

„Wie verlief Ihre Operation?“

Also Krankenhausaufenthalt waren sechs Tage. Gefühlt hätte ich eher gehen können, aber weil ich einen körperlich relativ anstrengenden Job habe, habe ich dann noch eine Woche drangehängt. Ich war dann insgesamt 14 Tage krank und konnte dann relativ normal meine Arbeit wieder verrichten. Zwar noch bisschen langsam, aber es ging dann wieder relativ gut. Also nach 14 Tagen war das eigentlich schon sehr gut abgeheilt.

Ich bin mit sehr großer Erwartung und Vorfreude ins Krankenhaus gekommen. Am Tag vorher die Voruntersuchungen, die noch zu absolvieren waren, und das Aufklärungsgespräch. Ich war der zweite Patient bei meinem Chirurgen, der das durchgeführt hat. War natürlich auch eine gewisse Aufregung dabei, aber die Vorfreude hat das überwogen. Ja, lief alles reibungslos, was ich auch von den Mitarbeitern von EndoStim gehört habe, dass alles komplikationslos lief. Die Operation circa eine Stunde gedauert hat und ich war eigentlich auch am selben Tag noch auf den Beinen und körperlich fit. Konnte recht schnell danach was trinken, leichte Kost essen, das ging so über zwei bis drei Tage. Dann haben wir langsam wieder auf normale Kost umgestellt, keinerlei Beschwerden gehabt. Ja, und mittlerweile geht es mir sehr, sehr gut.

„Wie sind Sie direkt nach Ihrem Krankenhausaufenthalt im Alltag klar gekommen?“

Bei mir hat es ein bisschen gedauert, bis wieder Normalität eintrat. Verschiedene Einstellungen mal ausprobiert, mal höher gestellt, man niedriger gestellt. Die Art der Intervalle kann man einstellen. Also mittlerweile kann ich sagen, von anfänglich 160 mg oder auf jeden Fall täglich 120 mg PPIs, bin ich jetzt auf Bedarf. Klar, das Ding schaltet kein Sodbrennen endgültig aus, hat ein gesunder Mensch auch nicht. Wenn ich es übertrieben habe mit fettigen Mahlzeiten, habe ich trotzdem Sodbrennen, was ich aber ganz normal schnell mit einer Tablette wieder im Griff habe.

„Was möchten Sie Betroffenen mit auf den Weg geben?“

Ich habe festgestellt durch Gespräche mit anderen Patienten oder Menschen einfach, dass viele diese Volkskrankheit Sodbrennen nicht ernstnehmen. Für die ist das einfach die Geschichte, ich habe jetzt mal Sodbrennen, ich nehme jetzt mal eine Tablette. Wenn es schlimmer ist, nehme ich halt zwei. Wenn es ganz schlimm ist, nehme ich drei. Und dass gar nicht so die Folgen und Ursachen begründen, sondern dass einfach solange es durch ein Medikament auf schnelle Art und Weise zu beheben ist, mache ich mir für diese Situation gar keine Gedanken. Und erst nach ganz vielen Jahren, wenn dann erst die Speiseröhre kaputt ist etc. und man richtig Probleme hat mit Schluckbeschwerden und solchen Sachen, dann wird erst überhaupt mal nachgeforscht. Also ich appelliere da eigentlich dafür, dass man sich eher mal darüber Gedanken macht und versucht, vorzeitig da irgendwo mal einen Riegel davor zu schieben.

„Empfehlen Sie anderen den Einsatz von EndoStim?“

Ich finde, man sollte vor der Operation keine Scheu haben, weil man einfach technisch sehr sehr weit ist, dass die Komplikationen minimal sind und man sich einfach mal Gedanken machen muss, was möchte man. Möchte man ein paar Tage krank sein und möchte danach wieder am Leben teilnehmen oder möchte ich einfach jahrelang eingeschränkt sein, meine Tabletten nehmen und trotzdem meine Probleme haben oder gehe ich dieses Risiko ein, was ja sehr minimal ist, einer Operation. Das Gerät wird minimalinvasiv eingesetzt. Man hat wenige Schnitte, kleine Schnitte, die sehr gut verheilen. Also ich sah in der Operation eigentlich kein Risiko. Die Nebenwirkungen, die hätten auftreten können, die habe ich eigentlich ausgeblendet, weil für mich war einfach danach wieder am Leben teilzunehmen ohne Sodbrennen bedeutend wichtiger wie das.
Ich finde das gerade für junge Leute sehr spannend und sehr interessant. Und dadurch, dass auch andere Operationen eventuell auch mal wiederholt werden müssen, kann man es vielleicht schaffen mit dieser Operation dann seine Ruhe zu haben. Bis auf den alle 7 Jahre den Batteriewechsel ist ja dann eigentlich nichts Dramatisches da dran.

„Beeinträchtigt Sie das Gerät?“

Nein, dadurch dass man die Stimulation nicht merkt, ich diese Ängste selber hatte, keinerlei Probleme mit Nahrung oder Trinken oder irgendwas. Also man merkt es gar nicht. Also das Gerät ist wie ein Herzschrittmacher von der Größe. Die Maße genau habe ich natürlich nicht, aber es ist sehr, sehr klein und kompakt und dadurch spürt man es auch nicht. Und auch die Stimulation ist in keiner Weise spürbar.

„Haben Sie Ihre Lebensqualität durch EndoStim wieder zurückgewonnen?“

Auf jeden Fall, auf jeden Fall. Ich kann jetzt wieder ganz normal essen und trinken, was ich vorher nicht konnte. Diverse Lebensmittel, gerade Kaffee, scharfe Lebensmittel, stark gewürzte Lebensmittel, das geht jetzt sehr, sehr gut. Es gibt wenige Sachen, wo ich immer noch Probleme habe, was aber dann einfach mit einer Tablette oder so in den Griff zu kriegen ist oder man lässt es einfach weg. Es macht halt einen Unterschied, ob ich vorher 20 Sachen nicht essen durfte oder es jetzt zwei sind. Schlafen – ich kann wieder ganz normal im Liegen schlafen, in jeder Körperhaltung schlafen, also es gibt da körperlich keine Einschränkungen mehr.

Das ist natürlich ein Lernprozess, weil das, wo man vorher wusste, das tut einem nicht gut, da erstmal wieder über seinen Schatten zu springen und es wieder zu probieren, aber man versucht sich da wieder dran. Bis sich das alles wieder eingespielt hat, dann gab es wieder mal einen Rückfall, aber mittlerweile bin ich, kann ich sagen, bin ich komplett zufrieden, dass ich gar keine Schwierigkeiten mit habe. Also es schränkt mich in meinem normalen Arbeits- oder Lebensalltag nicht ein.

Kontaktieren Sie (noch heute) ein Behandlungszentrum in Ihrer Nähe und finden Sie mit EndoStim Hilfe gegen den Reflux.